
Platin Erfahrungsbericht, Anno 117: Pax Romana
Platin erspielt am 02.06.2026
100% erspielt am 26.08.2026
Trophäen: 69/69
Schwierigkeit: Mittel
Zeitaufwand: ca. 206 Stunden inkl. DLC
*Berichtbanner ist KI-generiert*
Glupi74 heute hab ich dir noch geschrieben, dass dieser Bericht mit jedem Monat länger wird, den ich ihn schuldig bleibe. Offenbar war das die nötige Portion
Motivation, denn hier ist er. 😄
Worum es geht
Anno 117: Pax Romana ist der achte Teil der Reihe, entwickelt von Ubisoft Blue Byte und am 13. November 2025 für die PS5 erschienen. Aufbauspiel mit Echtzeit-Strategie-Elementen, also alles, was man von Anno kennt, nur erstmals in der Antike statt in der Neuzeit. Es ist der früheste Schauplatz, den die Reihe je hatte.
Die grösste Neuerung: man wählt zu Beginn seine Startprovinz, entweder das römische Latium oder das keltische Albion, und positioniert sich im Verlauf als
Loyalist oder Rebell. Bei mir wurde es Latium und die loyale Linie, Rom war ja der Grund, warum ich überhaupt eingestiegen bin.
Bei der Presse kam das Spiel gut an, die PS5-Fassung steht bei Metacritic auf 83.
Der Einstieg
Angefangen hat es am 29. Dezember 2025, keine sieben Wochen nach Release, und der Reiz war erstmal simpel: antikes Rom statt der üblichen Anno-Neuzeit. Anno kenn ich noch
von früher vom PC, allerdings ist das so lange her, dass es sich eher wie ein Neueinstieg angefühlt hat als wie eine Rückkehr. Der Start war dann
genau so, wie ich ihn mir gewünscht hatte: ruhig, viel Tutorial, keiner der mich hetzt.
@tadini war von Anfang an dabei, und zwar wirklich von der ersten bis zur letzten Stunde. Die komplette Journey bis zu den 100 Prozent haben wir zusammen
durchgezogen, keine einzige Etappe allein. Wir haben uns die Inseln und Regionen aufgeteilt, jeder hat dort gebaut, wo er besser ist, und das hat vom
ersten Moment an harmoniert. Der Koop ist für mich das, was Anno 117 über die ganze Distanz getragen hat, allein hätt ich keine 206 Stunden durchgehalten.
Der Weg zur Platin
Der ging quer durch alle Stimmungen. Intensiv, dann gemütlich, dann wieder intensiv. Die grössten Zeitfresser waren die Quest-Trophäen, die haben sich gezogen
wie Kaugummi. Der eigentliche Durchhänger kam aber erst gegen Ende, was fast unangenehmer ist als einer in der Mitte, weil man da schon mit einem Bein fertig
sein will. Getragen hat mich in der Zeit vor allem die Optik. Das römische Setting sieht so gut aus, dass ich auch mal einfach nur dagesessen und geschaut hab.
Was mir dabei am meisten Spass gemacht hat, sind die Produktionsketten. Die fangen simpel an und werden mit jeder Bevölkerungsstufe verschachtelter,
bis für ein einziges Gut eine halbe Zulieferkette dranhängt. Richtig gefordert hat es mich, als beide Provinzen liefen: manche Waren gibt es nur in
der einen Region, Olivenöl zum Beispiel braucht das mediterrane Klima in Latium, also muss es per Schiff rüber. Du planst irgendwann keine Insel
mehr, sondern Handelsrouten. Cool ist das, keine Frage, aber gegen Ende war es für meinen Geschmack knapp an der Grenze zu viel.
Die zwei DLCs
Im April kam der erste DLC aus dem Year 1 Pass dazu, und ich muss zugeben: als ich neulich nach dem Namen gefragt wurde, fiel mir nur "irgendwas mit Vulkan"
ein. Es heisst Prophecies of Ash, nachgeschaut. Hängen geblieben ist nämlich nicht die Vulkanmechanik, sondern schlicht die riesige neue Insel. Ich hatte zu dem
Zeitpunkt die Platin noch nicht, und die zusätzliche Fläche kam genau richtig für die letzten Bevölkerungstrophäen. Im Juni stand sie dann, 60 von 60.
Und dann kam das Hippodrom. Dafür hab ich extra nochmal einen neuen Spielstand aufgemacht, nur für dieses eine Gebäude. Ich dachte, zehn Stunden und die Sache
ist durch. Es wurden über dreissig. Das Problem sind die Realtime-Cooldowns, 30 Minuten bis 3 Stunden nach jedem Rennen, dazu jedes Mal 20 bis 40 Minuten
Vorbereitung. Auf eine Random-Challenge von einem Kontrahenten hab ich gewartet, bis das Spiel sechs, sieben Stunden vor sich hin gelaufen war. Wie ich
john_cena1993letztens schon geschrieben hab: das Ärgerliche ist, dass zu dem Zeitpunkt deine Insel längst fertig dasteht und du wirklich nur noch der Uhr beim Ticken zuschaust.
Gerettet hat es das Bauwerk selbst. Das Hippodrom sieht schlicht grossartig aus, und neun Trophäen später stand Anno 117 wieder bei 100 Prozent, diesmal 69 von 69.
Fazit
234 Tage zwischen erster und letzter Trophäe, 206 Stunden reine Spielzeit. Lohnt sich das? Mit Abstrichen ja.
Anno ist stellenweise ordentlich buggy, das muss man wollen. Aber der Inhalt stimmt, der Koop ist das Beste am
ganzen Spiel, und beim nächsten DLC (Dawn of the Delta, November) bin ich schon der Trophäen wegen wieder dabei.
Glupi74 danke fürs Nachfragen. Ohne deine Bitte hätt ich das nie so aufgerollt, und es hat mehr Spass gemacht als gedacht. Falls sonst jemand so einen Bericht
zu einem Spiel von mir will: einfach sagen, ich mach das gern.
Und weil du dich durch die PS+-Kataloge arbeitest: hast du 117 eigentlich auf dem Schirm, oder wartest du da auch, bis es irgendwann im Abo landet?